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11. Runde am 25.04.2010

Team II gewinnt das Heimspiel gegen Starnberg II mit 5:3

THE FINAL COUNTDOWN
Die „Schicksalsgemeinschaft“ (O-Ton Desiderius Maier) hatte noch eine letzte Feuerprobe zu bestehen: Am 11. Spieltag ging es zu Hause gegen die Regionalliga-Reserve vom SC Starnberg. Das lief dann ungefähr so ab: An Brett drei remisiert Thomas Sörgel bereits nach wenigen Zügen, da er lt. eigenen Angaben schlechter steht. Gern hätte Martin Lerch selbiges getan - jedoch stand er so schlecht, dass ein Remis-Angebot albern gewesen wäre. Mangels Alternativen schaltet er um auf „Fantasy-Attacke“ und tatsächlich lässt sich Stefan Winkler beschwindeln. 1,5 - 0,5 für uns. Nun dauerte es ein wenig bis zu den nächsten Entscheidungen: Martin Hock lässt im Endspiel den Gewinn aus und teilt die Punkte. Johannes Seifried siegt unstrittig und klar, ebenso wie Jürgen Klapper. Andreas Zametzer wirkt nach der „Bayerischen“ überspielt und unterliegt. Beim Stand von 4 - 2 erwehren sich noch Desiderius Maier (Minusqualität) und Richard Schneider (Minusbauer) ihrer Haut - aufgrund der in beiden Fällen speziellen Stellungskonstellation kann aber weder der eine noch der andere verlieren. Nach fünfeinhalb Stunden beschließt ein schöner 5 - 3 Sieg eine Saison, die bisweilen etwas merkwürdig verlaufen ist: Ein wenig Glück mehr - insbesondere im Kampf gegen Germering II hätte schon ein Brettpunkt gereicht - und wir wären in der Abschluss-Tabelle auf Rang 2 eingelaufen. Andererseits wäre bei einer Niederlage in Weilheim auch eine gewisse Verflechtung in den Abstiegskampf möglich gewesen. Sehen wir uns einige Spieler im Einzelnen an: Karsten Kühn, Richard Schneider, Martin Hock und Jochen Olbrich kamen zusammen auf zehn Einsätze mit fünfeinhalb Punkten und blieben gegen die starke Gegnerschaft am 1. und 2. Brett der Zugspitzliga im Soll. Thomas Sörgel als weiterer Edel-Reservist konnte mit 2,5/4 und der höchsten Performance der Mannschaft (2141) überzeugen. Leider nur fünfmal trat Tobias Jordan an: 50% sind auch hier eine überzeugende Leistung. Sowohl an Einsätzen wie auch Punkten war von Desiderius Maier (3,5/7) wie Moritz Richter (3/5) mehr erhofft worden - andererseits haben beide mehrfach in der Dritten ausgeholfen. Und beide haben dort signifikant höhere Ratings erspielt! Als einziges Mannschaftsmitglied absolvierte Martin Lerch alle zehn Saison-Wettkämpfe: 40% und die zweitschlechteste Performance des Teams sind grausam - und das nach dem Erfolg beim OIS im Herbst… Johannes Seifried dagegen hat mit 5 aus 8 (und 4,5/6 in der Dritten) einen schönen Aufwärtstrend hingelegt. Problematisch waren bei Paul Decher und Thomas Lüßmann nicht die Ergebnisse (2/4 und 3/7 gehen in Ordnung) sondern die Motivation: Beide waren mehrfach zu faul dem Mannschaftsführer auf dessen Mails zu antworten und sorgten somit für unnötige Unklarheit bis kurz vor dem Spiel die Aufstellung betreffend. Zum Schluss noch drei Highlights: Andreas Zametzer überzeugte mit 6/9 und schönen Partien. Jürgen Klapper holte 3/4 - ebenso wie bei seinen 6,5/9 in der Dritten ohne Niederlage. Er befindet sich derzeit in einem ausgesprochenen Höhenrausch und wird möglicherweise erstmals die 1800 DWZ knacken. Gegen Ende der Saison schließlich reaktivierte sich Dominik Schmid und räumte das achte Brett ab (2,5/3). Das war’s also mit der Saison 2009/2010: Von drei Mannschaften mit Aufstiegsgelüsten gelingt es nur der Dritten. (MEL)

Gegen Starnberg 2 ging es für uns eigentlich um nichts mehr. Dennoch hielten wir es für angebracht, auch am letzten Spieltag keinerlei Geschenke zu verteilen, zumal auch keiner Anlass dazu bestand, man erinnere sich an die Starnberger "Schützenhilfe" gegen Trostberg in der Regionalliga. Insofern trat man motiviert fast in Bestbesetzung an, nachdem kurzfristig Sfr. Olbrich passen musste. Der Kampf schien zunächst eher für den Gast aus Starnberg zu laufen, dies auch ganz ohne das von Martin Lerch befürchtete Erscheinen der geheimnisumwitterten Frau in Blau. Glück hatte hier der Berichterstatter an Brett drei, der gegen Dr. Pappenheim zwar materiellen Nachteil vermeiden konnte, nach einem möglichen Übergang ins Turmendspiel aber riesige Probleme gehabt hätte. Mein Gegner beließ es aber beim Doppelturmendspiel und gab einen Zug später meinem Remisansinnen statt, so dass ich mir in Ruhe die noch laufenden sieben Partien ansehen konnte. Richard Schneider hatte am Spitzenbrett einen Bauern gegen Dr. Popp gewonnen, fraglich, wie lange dieser zu halten war. Martin Hock stand an Brett zwei gegen Oliver Rulik recht aussichtsreich, Desiderius Meier gegen Dr. Strecker ebenfalls. Dafür fehlte bei Martin Lerch gegen Stefan Winkler bereits ein Bauer, Johannes Seifrieds Stellung gegen Benjamin Wetzel war sehr unklar, Andreas Zametzer stand gegen George Mesesan aussichtsreich, die Stellung von Jürgen Klapper gegen Dr. Rüger an Brett acht war dagegen besorgniserregend. Zunächst schien es für Starnberg zu laufen. Martin Lerch verlor einen weiteren Bauern (was aber Kenner seiner Spielweise nicht unbedingt beunruhigen muss), Desiderius drang nicht durch und musste die Qualität geben und Richard Schneider konnte seinen Bauern nicht halten, im Gegenteil, er verlor sogar einen. Doch dann plötzlich die Wende. Martin Lerch setzte mit einem Figurenopfer alles auf eine Karte und sein Gegner verteidigte sich sehr ungenau, so dass Martin seinen Angriff sehenswert zum Erfolg führen konnte. Auch an Brett acht klapperte es und zwar mit einem Einschlag in die schwarze Königsstellung. Dr. Rüger konnte den Mattangriff von Jürgen nicht mehr abwehren und gab nach 31 Zügen auf. War auch bitter notwendig, denn viel Zeit hatte Jürgen auch nicht mehr auf der Uhr. Zeitnot bestimmte auch das Spiel an Brett sechs, wo der Starnberger Wetzel mehr und mehr Zeit verbrauchte. Johannes konnte die Zeitnotfehler geschickt zum Punktgewinn nutzen. Leider machte an Brett sieben Andreas Zametzer im Endspiel einige böse Fehler, so dass dieser Punkt an Starnberg ging. An den vorderen Brettern wurde dennoch verbissen gekämpft. Desiderius hatte zwar eine Qualität weniger, diese nützte Dr. Strecker ob seiner schwachen Königsstellung wenig, so dass er sich mit Dauerschach zufrieden gegen musste. Martin Hock versuchte gegen Oliver Rulik an Brett zwei zwar alles, doch die Gelegenheit zum Sieg hatte er leider schon einige Züge vorher vergeben, immerhin aber ein sicheres Remis, dass den Mannschaftssieg sicherte. Am längsten wurde, im Gegensatz zur ersten Mannschaft, am Spitzenbrett gerungen. Ausdauernd, zäh und vor allem erfolgreich verteidigte sich Richard Schneider mit einem Bauern weniger im Endspiel mit Läufer gegen Springer und konnte am Ende ein weiteres Remis zum Gräfelfinger 5:3-Erfolg beisteuern.(TS)

Alle Paarungen der 11. Runde

SC Neuaubing-spielfrei0,0:0,0
SK Gräfelfing II-SC Starnberg II5,0:3,0
SC Peiting-SK Weilheim II3,0:5,0
SC Wolfratshausen-SC Ammersee6,5:1,5
SC Unterpf.-Germering II-SC Gröbenzell II4,0:4,0
TuS Fürstenfeldbruck-SK Garmisch-Partenk.6,5:1,5

Aktualisiert am 25.04.2009 (JK)