Augsburger Friedensopen 2010 Augsburger Friedensopen 2010

Auch dieses Jahr fanden sich wieder drei Spieler des SK Gräfelfing zusammen, um zum Friedensfestopen nach Augsburg zu fahren. Eigentlich waren vier geplant, aber leider fiel Tobias Obermayer wegen Krankheit im letzten Moment aus.
Dieses Turnier ist eine schöne Möglichkeit, preiswert gegen gute Spieler spielen zu können.

Die erste Runde hätte besser für uns laufen können, Jürgen Klapper versäumte es gegen dem Krumbacher Lutz Riedel, dessen verpatzte Eröffnung auszunutzen, überzog und verlor, was später allen Gräfelfingern schaden sollte.
Bei Andreas Zametzer waren es Nuancen, die ein zählbares Resultat verhinderten, während Thomas Sörgel gegen den Augsburger Ernst Mauss Riesenglück hatte. Dieser hatte bereits eine Qualität gegen Bauer mehr, als er meinte, mit einem Turmopfer die Partie entscheiden zu müssen. Doch Sörgel fand einen Zwischenzug, der sofort zu seinen Gunsten entschied.

Runde zwei lief dann besser. Andreas konnte bereits nach zehn Zügen mit Schwarz seine Partie gewinnen, während Thomas dem früheren Gräfelfinger Michael Bintakies ein leistungerechtes Remis abringen konnte. In der Nachmittagspartie hatte Jürgen mehr Glück, da nach einem Eröffnungsfehler die Partie schon verloren schien. Er kämpfte weiter und konnte gegen den Kontahenten aus Günzburg
(DWZ ~ 2000) eine Punkteteilung erzwingen.

Über Runde drei kann man besser den Mantel des Schweigens legen, alle drei unterlagen mehr (Thomas) oder weniger (Andi) verdient. Pech hingegen für Jürgen, da er aufgrund einer Unkonzentriertheit nach 5 Stunden einen Bauern und damit die Partie einstellte.

Besser lief es wieder am Nachmittag (Runde 4). Andreas remisierte, während Jürgen gegen Hans-Werner Miller eine überlegene Stellung erreichte, diese aber nicht verwerten musste, da dieser im 38. Zug die Zeit überschritten hatte. Zwar gab es ob ungenauer Aufzeichnungen noch einige Diskussionen, die der Schiedsrichter aber schnell beendete. Thomas konnte Martin Pfitzmaier in einem sehenswerten Läuferendspiel niederringen.

In Runde fünf schien Thomas gegen Alexander Pilhöfer die Oberhand zu bekommen, musste am Ende aber froh sein, dass sein Gegner aufgrund seiner Zeitnot den Gewinnzug nicht fand und das Remisangebot annahm. Wenn es eine verdiente Niederlage gibt, dann in dieser Runde für Jürgen. Wieder kam der Gegner aus Krumbach und wieder übersah Jürgen mehrfach die besseren Antworten. Überraschenderweise kam er am Ende der Partie noch zu guten Chancen. Zu diese Partie passte es, dass er auch hier die besten Züge nicht fand und sich letztlich in Zeitnot Grundlinienmatt setzen lies.

Lospech dann in Runde sechs für Thomas, das zweite Mal Schwarz hintereinander und wieder gewann Lutz Riedel. Hätte doch Jürgen bloß in Runde eins nicht verloren. Gleicher spielte in dieser Runde seinen Gegner mit den weissen Steinen in der Sämisch Varianten des Königsinder gegen die Wand. Leider wickelte er in das falsche Endspiel ab, welches nur zu einer Punkteteilung reichte Zudem gab es eine unglückliche Niederlage für Andreas.

In der Schlussrunde trennte sich Thomas leistungsrecht Remis von Gerd Kuhn, Jürgen gab wohl etwas zu früh Remis gegen Armin Heidinger, während Andreas mit einer sehenswerten Angriffspartie gegen den Ergoldinger Johannes Oberpriller den ganzen Punkt holte und so noch auf "fuchzg Prozent" kam.

Alles in allem hätte es etwas besser laufen können, doch diesmal fehlte etwas das Losglück.

Das B-Turnier gewann äußerst glücklich Martin Lerch, nachdem im "Endspiel" seine Gegnerin Christina Dauer mehrfach den Gewinnzug ausgelassen hatte und sich matt setzen ließ. Einzelheiten dieses Dramas sowie weitere Aspekte zum Turnier bezüglich Hauptschiedsrichter, Verpflegung sowie Gott und die Welt dürften demnächst in sehr epischer Breite auf der Seite des MSA Zugzwang erscheinen.

Erstellt am 16.08.2010 (TS/JK)