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Pokalaus im Halbfinale
Pokalaus für Team 1 und Laufen als Frusttherapie
Team 1 hatte in Tutzing gute Chance, ins Pokalfinale einzuziehen, denn an Brett 1 gewann Wolfgang Riedel das Fidemeistermatch mit sehr guter Endspieltechnik und Jürgen Klapper (4) konnte gegen einen wertungsstärkeren Gegner
einen halben Punkt erkämpfen. Leider hatten Thomas Sörgel (3) und Helge Uhlmann (2) heute wenig
Glück, denn Stellungnachteile wie auch unkonzentriertes Spielen kosteten heute Ihre Partien. Wenigstens konnte Jürgen Klapper im späteren Hügeltraining an der Ilkahöhe nach mäßigen Beginn im Endspurt einen vollen Punkt holen, obwohl die matschigen Bodenbedingungen dies letztlich nicht zulassen hätten sollen. Aufgrund der schwierigen Verhältnisse dauerte das Lauftraining damit länger,
Zug und S-Bahn waren somit weg und ………
Gräfelfing – Team I schafft die Pokalsensation
Dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat, wurde am vergangenen Sonntag wieder
eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ein ersatzgeschwächtes Gräfelfing I musste
gegen ein favorisiertes Team aus Gröbenzell antreten, die jedoch auch nicht auf
alle Ihre Oberligaspieler zurückgreifen konnten. So bedeutete das an den
Brettern 1 und 2 Oberliga gegen Regionalliga und an den Brettern 3 und 4
Bezirksliga gegen Kreisklasse, womit Gräfelfing eindeutig die Position des
Außenseiters einnahm. Gräfelfings Spitzenspieler Wolfgang Riedel zeigte sich an
diesem Sonntag mit den schwarzen Steinen sehr kampfbetont. Schnell erspielte er
sich Stellungsvorteile, die er mit einer sehenswerten Kombination in einen
Qualitätsgewinn umwandelte. Diesen Vorteil ließ er sich nicht mehr nehmen und
gewann die Partie gegen den Oberligaspieler aus Gröbenzell. Inzwischen nahm die
Partie zwischen Helge Uhlmann (Gräfelfing) und Anton Schmid (Gröbenzell) an
Fahrt auf, die der Gröbenzeller aberletztendlich für sich entscheiden konnte.
Jetzt musste die Entscheidung an den hinteren Bretternfallen. Da Gräfelfing nur
noch einen Punkt aufgrund des Erfolgs am Spitzenbrett benötigte, spielte der
Gröbenzeller Rupert Stocker (Brett 3) volles Risiko. Thomas Lüßmann hielt für
Gräfelfing gekonnt dagegen und hatte am Ende Siegchancen. Da Jürgen Klapper
(Brett 4) nach einer geschickten Abwicklung in der Zeitnotphase auf Minimum
Remis stand, willigte Lüßmann in die Punkteteilung ein. Danach nahm auch Klapper
das Tempo aus dem Spiel und wählte eine eher defensive Endspielvariante in
Richtung Remishafen, um den Gesamterfolg nicht zu gefährden. So qualifizierte
sichGräfelfing I letztlich mit einem 2:2 aufgrund der besseren Berliner Wertung
für das Pokalhalbfinale. (JK)
Zu einem relativ ungefährdeten Erfolg kam die zweite Pokalmannschaft des SK Gräfelfing, zumal Gastgeber SK Penzberg ersatzgeschwächt antrat.
Den ersten Punkt holte an Brett vier Andreas Zametzer gegen Christoph Hahn. Der Penzberger spielte etwas passiv, so dass Andreas Zametzer mittels Vorstoß des h-Bauern, unterstützt von Läufern, Dame und Turm einen Königsangriff einleitete, den er schließlich erfolgreich abschließen konnte.
Eng schien es an Brett zwei für Thomas Sörgel zu werden, der gegen Peter Buchta nach der Eröffnung mit einigen Problemen am Damenflügel zu kämpfen hatte. Mit einem unternehmenden Bauernvorstoß im Zentrum gelang die Befreiung, leider ließ Sörgel wenig später einen nahe liegenden Qualitätsgewinn aus. Doch der Penzberger "revanchierte" sich mit einem Figureneinsteller und damit sofortiger Aufgabe.
Inzwischen hatte an Brett drei Martin Hock sich gegen Hermann Deufel-Euba einen gedeckten Freibauern verschafft und ging daran, dessen Stellungsschwächen weiter zu bearbeiten, was zu entscheidendem Materialgewinn führt und somit Partie und Wettkampf entschied.
Am Spitzenbrett hatte FM Jochen Olbrich einen alten Bekannten aus früheren Tagen in Unterfranken, Peter Langer, ausgiebig beschäftigt, so dass dieser in hohe Zeitnot kam. Mittels Damenopfer hätte Jochen einen Figurengewinn erzielen können, doch nach seiner vermeintlich schwächeren Fortsetzung, die Damentausch zuließ, stellte sich heraus, dass seine beiden aktiven Türme den Gegner vor unlösbare Probleme stellten. Langer verlor schließlich durch Zeitüberschreitung, alternativ war Matt unvermeidbar.
Diese schöne Wendung am Spitzenbrett rundete unseren Ausflug nach Penzberg mit einem schönen 4:0 ab, das Appetit auf das Halbfinale macht. (TS)
Erstellt am am 27.11.2011